Jango - Knieplatte (Bes'lovik)

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Tomoe
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Jango - Knieplatte (Bes'lovik)

Beitrag von Tomoe » 1. Aug 2012 10:53

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Entgraten mit Feile und Stahlwolle

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Anzeichnen der Formlinie oben und unten.

Beim Biegen kann man mit ganz verschiedenen Hilfsmittel improvisieren:
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größere und kleiner Rundhölzer

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den eigenen Körper


die Kanten kann man auch in Form hämmern, am besten mit Gummihammer und abgedeckt mit einem Stück Hartgummi oder Filz, so dass keine Schlagspuren auf der Oberfläche bleiben.

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Jeden Arbeitsschritt mit beiden Blechen spiegelsymmetrisch drchführen und symmetrie checken.

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Beginn der oberen Krümmung über einem kleinen Gegenstück aus Holz oder Stahl (z.B. Endstück eines Handlaufes)

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Vertiefung der Krümmung mit Treibhammer

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Herausarbeiten des Knickes über einem halbrunden, seitlich abgeflachten Gegenstück aus Holz.

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Symmetriecheck

Wiederholung der Arbeitsschritte für die untere Krümmung...

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Herausdrücken der Laschen mit einem angespitzen Rundholz oder abgerundetem Aludorn.

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Die fertigen Knieplatten.

Das gleiche Prinziep funktioniert auch für den Tiefschutz:
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Hier wurde noch mit einem Stahlhammer von außen geglättet.

Sycend hat geschrieben:Beim Treiben des Tiefschutzes kann sich die Spitze verziehen und ihr merkt das ihr egal wohin ihr Hämmert sich die ganze Sache nur verschlimmert.
Das schaut dann wie folgt aus, bzw. noch schlimmer.
Das Problem löst ihr NICHT indem ihr noch weiter drauf Hämmert. Die Lösung ist Ganz einfach. Ihr stellt euch mit einem Fuß auf den Tiefschutz und biegt die Kannte mit kraft in die gewünschte Richtung.

Das Problem der Ungleichmäßigkeit kommt aus einem unregelmäßigen Schlagmuster, das für Anfänger ganz normal ist.

Wenn man bei jeder Schlaglinie an der Mittellinie ansetzt und zu den Seiten rausarbeitet, dann die gleiche Linienführung spiegelsymmetrisch wiederholt bevor's an die nächste Linie oder Lage Schläge geht, kann man trotzdem ganz gut klar kommen und die Gleichmäßigkeit dabei einüben.

Das mit dem Hinziehen ist bei Materialstärken bis 1mm Alu absolut problemlos und empfehlenswert!

Ergänzung:
An dickere Blechen ab 1,5mm sollte man sich daher nur trauen, wenn man bereits gleichmäßig treiben kann, sonst bringt einem das nix als Probleme ein.

Wenn's sich trotzdem verzieht, muss man bei Blechstärken ab 1,5mm die Korrektur mit einer Mischung von Druck der haltenden Hand und gut gezielten Ausgleichsschlägen machen, weil Hinbiegen mit der Hand nicht mehr geht. Im gezeigten Fall wäre eine Lösung, den bereits übertriebenen Bereich auf der Treibmatte mit ordentlich Druck abzustützen (dabei Handschuhe tragen!), dazu leicht ziehende Schläge auf die Mitte der Abkantung mit Richtung auf die Tiefschutzspitze zu setzen. Das sollte die Biegung von horizontal-verdellt auf schräg-gleichmäßig drehen. Mit einem kleinen Gummihammer lassen sich die Dellen vergleichmäßigen. Tja, und dann muss erstmal wieder andere Seite bearbeitet werden um Symmetrie herzustellen.

Es ist ein bischen schwierig, das so virtuell zu erklären, aber machbar. Also wenn mal ein Werkstück aus >1,5mm Blech mal so verzogen ausschaut und der Tip mit dem Hinziehen fehlschlägt: bitte nicht in die Tonne treten sondern zum Workshop mitbringen, dann retten wir das.

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Beitrag von Tomoe » 11. Nov 2012 20:03

Die Schrägen kann man bei 1mm Materialstärke sehr einfach erzeugen, in dem man den Tiefschutz an der markierten Linie auf eine Tischkante oder Schlichtplatte legt, dabei steht der äußere Flügel über. Außen an der Tischkante wird dann mit einem kleinen Gummihammer senkrecht entlang geschlagen, so dass der der Außenflügel ein Stückchen absackt.

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Re: Jango - Knieplatte (Bes'lovik)

Beitrag von Sycend » 18. Jun 2015 13:34

Bes'lovik_Skizze.png
Bes'lovik_gebogen.JPG
Bes'lovik_getrieben-1.JPG
Bes'lovik_getrieben-2.JPG
Bes'lovik_abrunden.JPG
Bes'lovik_getrieben-3.JPG
Bes'lovik_getrieben-4.jpg
Bes'lovik_Fertig.jpg

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Re: Jango - Knieplatte (Bes'lovik)

Beitrag von Karn Jurik » 21. Sep 2017 22:04

Könnten die Bilder neu eingefügt werden?

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Re: Jango - Knieplatte (Bes'lovik)

Beitrag von Adenn Woor » 21. Sep 2017 22:49

Sycends Bilder sind doch drin. die reichen eigentlich.

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